Ingo Mieske, Architekt   Startseite  |  E-Mail  
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  Stadthäuser – Johannisviertel Dessau
Projekt 2004

Thema des Entwurfs ist die Anpassung des innerstädtischen Raumes an unsere heutigen Bedürfnisse. Durch veränderte gesellschaftliche Verhältnisse sinkt die Einwohnerzahl unserer Städte. Bebauter städtischer Raum zerfällt und wird aufgegeben. Die Folge ist die Zerstörung des Netzes aus Räumen, die den Stadtkörper bilden. Stadträume dienen der Begegnung und dem Austausch und sind somit Grundlage jeder Stadtgemeinschaft.

Ausgangspunkt ist ein Ruinengrundstück in der Dessauer Innenstadt. Bisherige Bebauungsvorschläge scheiterten am fehlenden Bedarf an Gewerbefläche. Um den Stadtraum an dieser Stelle wieder herzustellen, schlagen wir eine Gruppe von sieben Stadthäusern vor. Die Stadthäuser sollen der Lebensmittelpunkt junger Familien sein, die das Leben in der Stadt mit dem Leben im eigenen Haus verbinden wollen. Durch eine großzügige Kolonnade wird der private Raum an den öffentlichen Raum angeschlossen. Die Häuser werden damit zusammengefaßt und bekommen einen urbanen Charakter.

Das Erdgeschoß besteht aus einer großzügigen Wohnhalle mit Küche. Der Eingangsbereich wird durch eine transluzente Wandscheibe abgetrennt. Raumhohe Fenster verbinden den Garten mit dem Wohnraum. Der Wohngarten ist mit Hecken eingefaßt und gibt ihm dadurch einen intimen Charakter. Straßenseitig ist ein Abstellraum von außen zugänglich. Eine zweiläufige Treppe mit angeschlossener Toilette verbindet das Erdgeschoß mit dem Obergeschoß. Dort befinden sich drei gleichgroße Schlafräume, das Bad und eine alles verbindende Diele.

Durch den Bau der Stadthäuser wird ein Teil des Stadtraumes mit einfachen Mitteln wiederhergestellt. Junge Familien haben die Möglichkeit in der Stadt zu leben und diese zu beleben. Ein Stück Stadtkultur kehrt in unsere einseitig gedachten Innenstädte zurück.
 
  Abb. 01
Perspektivische Straßenansicht. Durch eine großzügige Kolonnade wird der private Raum an den öffentlichen Raum angeschlossen.

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Abb. 02
Stadtgrundriß. Um den Stadtraum an dieser Stelle wieder herzustellen, werden sieben Stadthäusern vorgeschlagen.

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Abb. 03
Perspektivische Ansicht im städtischen Kontext. Die Häuser werden mit einer Kolonnade zusammengefaßt und bekommen dadurch einen urbanen Charakter.

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Abb. 04
Erdgeschoß. Es besteht aus einer großzügigen Wohnhalle mit Küche. Raumhohe Fenster verbinden den Garten mit dem Wohnraum.

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Abb. 05
Straßenansicht und Längsschnitt. Eine zweiläufige Treppe verbindet das Erdgeschoß mit dem Obergeschoß.

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Abb. 06
Obergeschoß. Dort befinden sich drei gleichgroße Schlafräume, das Bad und eine alles verbindende Diele.

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Abb. 07
Gartenansicht und Querschnitt. Der Wohngarten ist mit Hecken eingefaßt und gibt ihm dadurch einen intimen Charakter.

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Abb. 08
Schnittaxonometrie. Blick in das Erd- und in das Obergeschoß.

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Abb. 09
Konstruktionsdetails. Schnitt durch die Kolonnade und durch die Straßenfassade.

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