Ingo Mieske, Architekt   Startseite  |  E-Mail  
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  Aufseßplatz Nürnberg
Städtebaulicher Realisierungswettbewerb 2001, mit Uwe Brösdorf

Der Aufseßplatz als Mittelpunkt des Südstadtzentrums läßt in seiner heutigen Gestalt eine einheitliche Formensprache vermissen und bietet somit keine Grundlage für die Qualitäten eines Platzes im Stadtgefüge. Dies äußert sich vor allem in der momentanen Möblierung des Platzes. Der erbrachte Vorschlag möchte mit einfachen Mitteln diesen Qualitätsverlust mit den geforderten Ansprüchen in der Nutzung dieses Stadtplatzes in Einklang bringen.

Die Architektur des Platzes ist auf einem Grundraster aufgebaut. Ausgangspunkt bildet ein Pflaster als ordnender, geometrischer Grund für die auf dem Platz anzuordnenden Elemente. Die Geometrie wird konsequent in die Kolonnaden geführt und somit klare, eindeutige Platzraumkanten an der Ost- und Westplatzwand geschaffen. Die Kolonnaden flankieren den Platz in voller Länge und bilden einen Puffer zwischen Geschäfts- und Platzzonen. Die Nord- und Südseite werden mit den geforderten Aktivitäten besetzt, welche sich aus dem Bestand sowie dem Stadtturm mit Spielplatz, einem Lindenhain und der Kulturbühne Aufseßplatz zusammensetzen. Der Entwurf erreicht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Baumasse und Freiraum des Aufsetzplatzes. Die Ausdifferenzierung der Baukörper in Höhe und Proportion reagieren in Ihrer Gestalt auf die benachbarten Räume und Gebäude.

Der Stadtturm als Hochpunkt korrespondiert mit der Baumasse des südlichen Kaufhauses und stellt ein weitreichendes Merkzeichen für das Areal um den Aufseßplatz dar. In ihm wird die vorherrschende horizontale Bewegung im Platzraum in die Vertikale umgesetzt. Die Kulturbühne Aufseßplatz ist Forum und Bühne zugleich. Sie öffnet sich zum Platz und bietet Raum für Künstlergarderoben sowie einem flexibel nutzbaren Raum. Der Sockelbereich definiert das Bühnenniveau welches sich vom Stadtplatz abhebt. Der Lindenhain bildet mit dem Baukörper der Bühne eine Einheit. Das Platzpflaster besteht aus großflächig gefaßten Granitfeldern, die das Grundmaß für den Platz bilden. Die Linienkreuze entwickeln sich an den Platzrändern zu den Stützen der Kolonnaden. Die Kulturbühne ist mit Travertinplatten belegt. Der Stadtturm besteht aus einer Stahlkonstruktion. Die Platzbeleuchtung ist in die Kolonnaden integriert, die den Platz bei Nacht illuminieren.
 
  Abb. 01
Lageplan. Die Kolonnaden flankieren den Platz in voller Länge. Die Nord- und Südseite werden durch den Stadtturm und der Kulturbühne Aufseßplatz mit Lindenhain begrenzt.

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Abb. 02
Grundriß. Der Entwurf erreicht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Baumasse und Freiraum des Aufsetzplatzes.

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Abb. 03
Perspektivische Ansicht der Kulturbühne Aufseßplatz. Der Lindenhain bildet mit dem Baukörper der Bühne eine Einheit.

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Abb. 04
Perspektivische Ansicht des Stadtturmes durch den Lindenhain. Er stellt ein weitreichendes Merkzeichen für das Areal um den Aufseßplatz dar.

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Abb. 05
Detailausschnitt. Das Platzpflaster besteht aus großflächig gefaßten Granitfeldern, die das Grundmaß für den Platz bilden.

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